Dienstag, 30. Oktober 2018

Basisrente 2018 - was Ihnen Ihr Steuerberater u. U. nicht sagt

Basisrente 2018 - was Ihnen Ihr Steuerberater u. U. nicht sagt

Bereits seit dem Jahr 2005 gibt es eine staatliche Förderung für ihre Altersversorgung.

Die staatlich geförderte Basisrente 2018 (auch Rürup-Rente genannt)

Viele Möglichkeiten Steuern zu sparen lässt der Staat heute nicht mehr zu.
Profitieren Sie jetzt von der attraktiven Verständnisprämie - gesetzlich festgeschrieben und staatlich garantiert. Sie glauben es nicht? Dann nehmen Sie mal ihren letzten Steuerbescheid in die Hand und schauen dort unter Sonderausgaben wie viel Prozent Ihnen durch die Absetzbarkeit der Staat heute schon schenkt für ihre zusäthliche Altersversorgung. Sie werden erkennen dass Sie bereits im Jahr 2018 86% ihrer gesetzlichen Rentenversicherungsbeiträge steuerlich geltend machen. Die Steuerrückerstattung nenne ich Verständnisprämie. Im nachfolgenden Video ist das treffend erklärt.

https://youtu.be/58SFVgwcwTE



 Bei Ehepaaren sind jährlich Aufwendungen in Höhe von 47.424,-€ abzgl. des Beitrages an die gesetzliche Rentenversicherung möglich. Bei Alleinstehenden sind es 23.712,-€. Wenn sie sich nicht sicher sind fragen Sie einfach Ihren Steuerberater. Eine weitere Möglichkeit finden Sie unter      www.nachrechnen.de. Das oben gezeigte Video zeigt Ihnen sogar wie Sie die Basisrente so nutzen können, dass Sie unter dem Strich 0,-€ Aufwand haben.
Der Staat hat diese Basisrente nicht ohne Grund geschaffen. Es ist so dass im Rentenalter in Zukunft bis zu 100% der Renten steuerpflichtig sind. Dadurch klafft u.U. eine Lücke von 25%. Mit anderen Worten wenn Sie heute Ihre Steuer Rückerstattung verkonsumieren fehlt Ihnen im Alter dieser Betrag. Sie schaffen sich also keine Zusatzrente, sondern sie schließen die Steuerlücke im Rentenalter.
Mehr unter http://www.stefan-plenk.de/rueruprente-6876-p8.html 


Stefan Plenk
Königsseer Str. 3
83471 Berchtesgaden
Tel.: 08652-964970
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Mittwoch, 26. September 2018

Kfz-Versicherung: Prämienhöhen klaffen weit auseinander

Asscompact schreibt am 26.9.2018 - ich zitiere Auszugsweise:

Eine aktuelle DISQ-Analyse hat 29 Kfz-Versicherer im Hinblick auf Service sowie Preis und Leistung beleuchtet. Wie die Ergebnisse zeigen, variieren die Tarifkosten deutlich: Beim günstigsten gegenüber dem teuersten Tarif lässt sich über die Hälfte sparen. In Sachen Service sieht die Studie starken Verbesserungsbedarf, vor allem in einem Bereich.

In Kürze startet wieder die Wechselsaison bei der Kfz-Versicherung und die Anbieter kämpfen um die Gunst der Kunden. Was die Kfz-Versicher in puncto Preise, Leistungen und auch Service zu bieten haben, hat das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) beleuchtet. Im Rahmen einer Studie wurden 29 Kfz-Versicherer getestet.

Preise driften weit auseinander
Blickt man zunächst auf die Preise, so gehen laut Studie bei leistungsstarken Versicherungen, den Komfort-Tarifen, die Kosten im Vergleich der verschiedenen Anbieter weit auseinander. Hier lassen sich beim günstigsten gegenüber dem teuersten Tarif über die Hälfte der Kosten (57,4%) sparen. Auch bei den kostengünstigeren Basis-Tarifen lohnt es sich, genauer hinzusehen, denn die Prämienhöhen driften auch hier weit auseinander. Wie die Studienautoren mit Blick auf den Verbraucher unterstreichen, seien Komfort-Tarife nicht per se teurer – im Test ist der günstigste Komfort-Tarif preislich attraktiver als das teuerste Basisangebot. Markus Hamer, Geschäftsführer des DISQ, erklärt: „Das Sparpotenzial ist generell hoch. Dabei rechtfertigen nicht alle Komfort-Tarife ihren meist höheren Preis. Die besten Basis-Tarife können in puncto Versicherungsumfang mithalten.“
Diese Kfz-Filialversicherer überzeugen
Bei den Kfz-Filialversicherer geht die HUK-Coburg mit dem Qualitätsurteil „gut“ über alle geprüften Kriterien hinweg als Sieger hervor. Der in der Studie sehr gut bewertete Komfort-Tarif des Unternehmens überzeugt mit günstigen Prämien und einer umfangreichen Ausstattung. Sowohl im Komfort- wie auch im Basis-Tarif ist die freie Werkstattwahl enthalten. Als einer von nur zwei Filial-Versicherern zeichnet sich die HUK-Coburg durch einen guten Service aus und punktet auch mit ihrem Internetauftritt, der hohen Informationswert und Nutzerfreundlichkeit bietet. Auch der Service per E-Mail überzeugt mit schnellen und professionellen Auskünften.
Rechnen Sie selbst: 
Entweder auf das Bild klicken oder hier
Auf Rang zwei folgt VHV ebenfalls mit dem Qualitätsurteil „gut“. Die Tarife des Anbieters bieten umfangreiche Leistungen zu moderaten Kosten. Der Basis-Tarif von VHV schneidet als zweitbester in der Kategorie der Filial-Versicherer ab. Beim Service überzeugt VHV unter anderem mit Beratungskompetenz am Telefon und einer bedienungsfreundlichen Website.
Auf dem dritten Platz landet die Gothaer (Qualitätsurteil: „gut“). Der Komfort-Tarif beinhaltet beispielsweise die freie Werkstattwahl und verzichtet – wie auch der Basis-Tarif – auf Abzüge „alt für neu“. Vor allem der Internetauftritt erweist sich als servicestärkster Bereich des Versicherers, er wartet unter anderem mit umfangreichen Kontaktinformationen und einem Rückrufservice auf.
Alle diese Anbieter finden Sie auch in unserem Vergleich zum selber rechnen.
Wir rechnen gegen eine geringe Schutzgebühr gerne auch für Sie. Link.
Das sind die besten Kfz-Direktversicherer
Mit dem Qualitätsurteil „gut“ erreicht CosmosDirekt den 1. Platz unter den Kfz-Direktversicherern. Die Versicherungen des Anbieters weisen laut Studie sowohl beim Basis- als auch beim Komfort-Tarif die beste Ausstattung auf. Rang zwei belegt die Sparkassen Direktversicherung vor Allsecur.
Beim Service haben Anbieter noch Luft nach oben
Wie die Analyse allerdings auch zeigt, konnten die Versicherer speziell beim Service im Vergleich zum Vorjahr nicht zulegen und kommen nach wie vor über ein ausreichendes Niveau nicht hinaus. Die größten Mängel sieht die Studie im Service per E-Mail: So bleiben mehr als 29% der Anfragen unbeantwortet. Bei fast einem Viertel der getesteten Versicherer gibt es im Testzeitraum nicht einmal auf die Hälfte der E-Mail-Anfragen eine Antwort. Zudem verzichten zwei der neun untersuchten Direktversicherer auf telefonische Beratung. Letztlich erhalten nur fünf Kfz-Versicherer für ihren Service das Qualitätsurteil „gut“. Elf Anbieter schneiden mit ihrem Service dagegen nur mit „ausreichend“ oder sogar „mangelhaft“ ab. 
Zur Studie
Im Rahmen der Analyse wurde die Servicequalität jedes Unternehmens anhand von je zehn verdeckten Telefon- und E-Mail-Tests (Mystery-Calls und -Mails), je zehn Prüfungen der Internetauftritte durch geschulte Testnutzer und einer Inhaltsanalyse der Websites ermittelt. In einem weiteren Schritt wurden über eine Produktanalyse aktuelle Tarifkosten und Versicherungsleistungen bewertet. Untersucht wurden jeweils die günstigsten Produkte (Basis-Tarife) sowie die Versicherungen mit der höchsten Leistungsabdeckung (Komfort-Tarife) für zwölf verschiedene Szenarien: drei Nutzerprofile in Kombination mit vier Automobilklassen.
Finanzfachwirt (FH)
Stefan Plenk
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Montag, 13. August 2018

Heute mal ein kleines Spiel zur Ferienzeit

Seien wir ehrlich: Wir halten uns doch alle für unbesiegbar. Doch wer so denkt, spielt jeden Tagmit den Risiken. Mit welchen und wie schwer es ist, ihnen auszuweichen, das zeige ich euch inmeinem eigenen Online-Spiel. Traut euch und klickt mal drauf.


Viel Spaß damit...















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Arbeitnehmerhaftung Wo, wann und wie haftet eigentlich ein Arbeitnehmer?



Wo, wann und wie haftet eigentlich ein Arbeitnehmer?


Wer anderen einen Schaden zufügt, ist erst mal prinzipiell gemäß § 823 BGB zum Schadensersatz verpflichtet. Diese Regelung ist Ihnen allen bestens bekannt.

Doch wie sieht es mit der Haftung als Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber, den Arbeitskollegen oder Dritten (z. B. Kunden) aus? War da nicht irgendwas mit maximal drei Monatsgehältern?

Wir möchten Ihnen im Folgenden das ein oder andere Interessante rund ums Thema Arbeitnehmerhaftung mit auf den Weg geben.

Grundsätzliches
In der Regel handelt es sich um Fälle, bei denen Arbeitnehmer während der Erbringung ihrer Arbeitsleistung Schäden verursachen. Dies können Personen- oder Sach-, aber auch reine Vermögensschäden sein. Sie können den Arbeitgeber selbst, andere Mitarbeiter, Kunden oder sonstige Dritte, die mit dem Unternehmen nicht in einer Vertragsbeziehung stehen, treffen.

Haftungsgrundlagen
Sofern Dritte geschädigt werden, stellt sich zunächst die Frage, ob der Arbeitgeber überhaupt für seinen Mitarbeiter haftet. Dies ist im allgemeinen Zivilrecht unter § 278 BGB für die vertragliche und so § 831 BGB für die deliktische Haftung geregelt. Schwieriger zu klären ist die Frage, ob denn der Arbeitnehmer persönlich für die Schäden aufkommen muss, die er im Rahmen der Erbringung seiner Arbeit verursacht hat. Hier greifen gesetzliche Sonderregelungen, vor allem im Bereich des Unfallversicherungsrechts gemäß § 105 Abs. 1 SGB VII. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Grundsätzen, die für die Besonderheiten des Arbeitsrechts gelten.

Vertragliche Schadensersatzhaftung
Die Norm für die vertragliche Schadensersatzhaftung ist § 280 BGB. Danach muss der Vertragspartner, der schuldhaft eine vertragliche Pflicht verletzt, dem Anderen den aus der Pflichtverletzung entstehenden Schaden ersetzen.

Außerdem gilt die Beweislastumkehr nach § 619a BGB. Das Verschulden wird nicht nach § 280 Abs. 1 BGB vermutet, sondern der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer die Pflichtverletzung nachweisen. Der Arbeitnehmer genießt auch insoweit ein Haftungsprivileg, dass er nicht nach dem "Alles-oder-nichts-Prinzip" des § 249 BGB, sondern bei grober Fahrlässigkeit eventuell nur anteilig und eingeschränkt zur Haftung herangezogen werden kann.

Die vertragliche Haftung des Arbeitnehmers greift in der Regel nur gegenüber dem Arbeitgeber, da zwischen dem Arbeitnehmer und dem Dritten kein Vertragsverhältnis besteht. Jedoch kann es zu einer mittelbaren vertraglichen Haftung gegenüber dem Dritten kommen, wenn der Mitarbeiter dem Unternehmen wegen einer Vertragspflichtverletzung zum Schadenersatz verpflichtet ist und der Schaden des Arbeitgebers in der Einstandspflicht gegenüber dem Dritten besteht. Sollte der Arbeitnehmer. Sollte der Arbeitnehmer also dem Unternehmen einen Schaden zufügen (durch Vertragspflichtverletzung), durch den das Unternehmen eine Vertragspflichtverletzung gegenüber einem Kunden begeht, ist der Arbeitnehmer in der mittelbaren vertraglichen Haftung.

Deliktische Haftung
Hier kommt wieder § 823 BGB zum Tragen. Der Arbeitnehmer haftet hier, wenn er einen Dritten vorsätzlich oder fahrlässig an bestimmten Rechtsgütern (Leben und Gesundheit, Freiheit, Eigentum und anderen absoluten Rechtsgütern) verletzt. Der Arbeitnehmer haftet auch, wenn er gegen gesetzliche Vorschriften verstößt, die zum Schutze von Dritten bestehen (§ 823 Abs. 2 BGB). Dies gilt vor allem bei Verkehrsverstößen oder Verstößen gegen das Strafgesetz. Eine eher untergeordnete Bedeutung hat hier die Haftung für vorsätzliche sittenwidrige Schädigungen gemäß § 826 BGB.

Schädigung von Arbeitskollegen (Personenschäden)
In der Regel kommen bei Personenschäden von Arbeitskollegen die Ansprüche aus dem Bereich der deliktischen Haftung. Eine vertragliche Haftung kann hier nur zustande kommen, wenn man die im Arbeitsvertrag genannte Pflicht zur Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen verletzt und somit eine Schutzwirkung zugunsten der Kollegen entfaltet werden kann.

Die Haftung für Personenschäden unter Arbeitskollegen ist jedoch in den meisten Fällen nach § 105 Abs. 1 SGB VII ausgeschlossen. Denn hier greift die gesetzliche Unfallversicherung. Diese tritt ein, wenn eine Person durch eine betriebliche Tätigkeit oder einen Arbeits- oder Wegeunfall von Versicherten desselben Betriebs (nicht vorsätzlich und nicht im allgemeinen Straßenverkehr) verletzt wird. Dem allgemeinen Haftungsregime unterfallen also nur solche Personenverletzungen von Kollegen, die

      vorsätzlich herbeigeführt wurden,
      im allgemeinen Straßenverkehr erfolgt sind oder
      nicht betrieblich veranlasst wurden.

Etwas problematisch ist die Beurteilung, welche Schäden nicht betrieblich veranlasst sind. Die Rechtsprechung geht hier von der Faustformel aus, dass dies solche Schäden sind, die nur zufällig bei der Erbringung der Arbeitsleistung erfolgt sind.

Beispiel: Ein Mitarbeiter benutzt für den Weg von seinem Arbeitsplatz zur Betriebskantine einen Gabelstapler und verletzt dabei den auf der Staplergabel mitfahrenden Kollegen.





Haftung gegenüber dem Arbeitgeber (Arbeitnehmerhaftungsprivileg)
Gründe für die Haftung sind auch hier die allgemeinen Grundsätze. Lediglich die arbeitsrechtliche Besonderheit der Beweislastumkehr gemäß § 619a BGB sollte man hier beachten. Bis zum Jahr 1994 galten bei der sog. gefahrgeneigten Arbeit die Grundsätze des innerbetrieblichen Schadensausgleichs. Als innerbetrieblicher Schadensausgleich wird der Ausgleich von Schäden und Schadensersatzpflichten im Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezeichnet. Eine Haftung des Arbeitnehmers war ausgeschlossen, wenn die Tätigkeit für eine Schädigung besonders anfällig (gefahrgeneigt) war und sich lediglich „das allgegenwärtige Risiko eines gelegentlichen Fehlers“ verwirklichte. Daraus wurde dann in der Entscheidung des BAG vom 27.09.1994 (BAG GS 1/89 [A], BAGE 78, S. 56) das nach wie vor gültige Haftungsprivileg des Arbeitnehmers entwickelt. Die Haftung wird nämlich nach dem Grad des individuellen Verschuldens des Arbeitnehmers beurteilt.   

Hier gilt im Grunde folgende Einteilung:

Art des Verschuldens des AN              Haftungsumfang des AN

Leichte Fahrlässigkeit                    ->    Keinerlei Haftung
Mittlere Fahrlässigkeit                    ->    Quotale Haftung (jeweils Einzelfallbetrachtung)
Grobe Fahrlässigkeit                      ->     grundsätzlich volle Haftung 
Grobe Fahrlässigkeit mit hohem    ->     Auf normales Schadenrisiko bezogene Haftung
Missverhältnis 
Vorsatz                                           ->    grundsätzlich volle Haftung

Voraussetzung für eine Haftungsbegrenzung ist jedoch stets, dass die Tätigkeit betrieblich veranlasst war. Nutzt ein Arbeitnehmer z. B. einen Dienstwagen in seiner Freizeit, muss er im Schadensfall in voller Höhe haften. Diese Folgen können nur durch den Abschluss einer entsprechenden Versicherung (Vollkasko) vermieden werden.

Darüber hinaus wird auch immer ein mitwirkendes Verschulden des Arbeitgebers bei der Schadenentstehung gemäß § 254 BGB berücksichtigt. Das betrifft u. a. Fälle, bei denen sich der Arbeitgeber hätte besser absichern können: z. B. fehlende Unterweisung, mangelnde Aufklärung des Arbeitnehmers über die Gefahr eines Schadenseintritts, Missachtung der Arbeitsschutzvorschriften, mangelhaftes Arbeitsgerät etc. (BAG, Urt. v. 16.2.1995 8 AZR 493/93, NZA 1995, S. 565). Des Weiteren wird vom BAG auch eine umfassende Billigkeitsprüfung vorgenommen. Diese dient neben der Quotenfeststellung auch der Korrektur bei Vorsatz oder einfacher Fahrlässigkeit. Folgende Umstände werden darin berücksichtigt:

    die Gefahrgeneigtheit der Tätigkeit: je höher die Gefahr ist, dass bei der von dem Arbeitnehmer ausgeübten Tätigkeit ein Schaden eintritt, desto geringer haftet der Arbeitnehmer
      Stellung des Arbeitnehmers im Betrieb
      Arbeitsentgelthöhe
      die Arbeitsbelastung des Arbeitnehmers
      organisatorische Vorkehrungen des Arbeitgebers zur Schadenverhinderung
      Versicherbarkeit des Schadens
      die Berufserfahrung des Arbeitnehmers
      die Ausbildung des Arbeitnehmers
      persönliche Umstände des Arbeitnehmers
      bisheriges Verhalten des Arbeitnehmers

Die Mär von der generellen Haftungsbegrenzung auf drei Monatsgehälter des Arbeitnehmers hält sich ja schon lange in der Branche, ist jedoch völlig falsch. Dies wird zwar immer wieder gefordert, wurde aber bisher stets vom BAG abgelehnt. Denn bei gröbster Fahrlässigkeit wird auch dann die volle Haftung des Arbeitnehmers für angemessen gehalten, wenn die Schadenssumme um ein Vielfaches höher ist als das monatliche Bruttoentgelt (BAG, Urt. V. 25.09.1997 – 8 AZR 288/96, NZA 1998, S. 310): Eine Narkoseärztin hatte einem Patienten Blutkonserven einer falschen Blutgruppe verabreicht und dadurch den Tod des Patienten verursacht. Der vom Gericht festgestellte Schaden betrug 110.500 DM).

Haftung gegenüber Dritten (Haftungsfreistellung)
Wird ein Dritter durch den Arbeitnehmer geschädigt, so haftet der Arbeitnehmer nach den allgemeinen deliktrechtlichen Grundsätzen. Der Umfang des Schadensersatzanspruchs richtet sich nach den allgemeinen Regeln der §§ 249 ff. BGB und ist selbst dann nicht begrenzt, wenn neben dem Beschäftigten auch das Unternehmen für den Schaden einstehen muss. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind dann Gesamtschuldner. Der Dritte kann den Schaden bei beiden in voller Höhe, insgesamt aber nur einmal geltend machen.

Wenn der Geschädigte nun aber den Arbeitnehmer nach § 823 Abs. 2 BGB in Anspruch nimmt und nebenbei auch noch der Arbeitgeber haftet, wäre eigentlich der Arbeitnehmer nach § 840 Abs. 2 BGB aus dem betrieblichen Innenverhältnis allein verantwortlich. Für den Arbeitnehmer ist es aber eher Zufall, ob der Schaden beim Arbeitgeber oder bei einem Dritten eintritt. Konkret würde das bedeuten, dass der Arbeitnehmer bei Schäden beim Arbeitgeber nicht haftbar zu machen ist, jedoch für Schäden bei Dritten voll haftbar gemacht werden kann. Dies ist jedoch nicht sachgerecht.

Daher findet auch bei der Verletzung eines Dritten der innerbetriebliche Schadensausgleich statt. Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer also aus der Haftung gegenüber Dritten freistellen, sofern der Mitarbeiter gemäß den Grundsätzen der Haftungsprivilegierung nicht zum Schadensersatz herangezogen werden kann. Bei einfacher oder auch mittlerer Fahrlässigkeit besteht jedoch ein sogenanntes substanzielles Haftungsrisiko des Arbeitnehmers für Fälle der Insolvenz des Arbeitgebers.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Wenn man als Arbeitnehmer aufgrund leichtester Fahrlässigkeit einen Sachschaden in Höhe von 75.000 € an einer Maschine verursacht, die jedoch nicht im Eigentum des Arbeitgebers, sondern in dem der Bank steht, nützt einem der Freistellungsanspruch, den man gegenüber seinem Arbeitgeber hat, grundsätzlich dann nichts, wenn der Arbeitgeber nicht auch über die nötigen finanziellen Mittel (hier 75.000 €) verfügt, um dem Anspruch entsprechend gerecht werden zu können. Ist der Arbeitgeber nicht ausreichend liquide, so kann der Dritte (hier die Bank) den Arbeitnehmer als Schadensverursacher in vollem Umfang haftbar machen. In der Regel wird diesem Risiko in Gestalt einer ausreichenden (Vollkasko-)Versicherung (mit möglichst geringer Selbstbeteiligung) entgegengewirkt. Da sich dies für den Arbeitnehmer (insofern keine entsprechende Versicherung besteht) durchaus zu einem existenzgefährdenden Problem entwickeln kann, darf man die Ausübung von Tätigkeiten mit geleasten oder finanzierten Gerätschaften so lange verweigern, bis der Arbeitgeber eine entsprechende Versicherung nachweislich abgeschlossen hat.

Mankohaftung (Fehlgeldentschädigung)
Ein Sonderfall der Arbeitnehmerhaftung ist die sogenannte Mankohaftung. Hier spricht man auch oft von einer Mankoabrede. Darunter versteht man eine nicht gesetzlich geregelte Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer, ob und inwieweit ein Arbeitnehmer für einen Kassen- oder Warenfehlbestand einzustehen hat. Ohne eine solche Vereinbarung ist der Arbeitnehmer nur bei einer schuldhaften Verletzung des Arbeitsvertrags oder einer unerlaubten Handlung haftbar zu machen. Auch hier gilt jedoch die Beweislastumkehr gemäß § 619a BGB. Die Grundsätze des innerbetrieblichen Schadensausgleichs greifen hier ebenfalls.

Für den Arbeitgeber besteht jedoch die Möglichkeit, mit dem Arbeitnehmer eine verschuldensunabhängige Mankohaftung zu vereinbaren. Dafür müssen aber bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden.

So muss eine solche Vereinbarung eine angemessene Gegenleistung enthalten, z. B. ein sogenanntes Mankogeld oder Fehlgeldentschädigung als erhöhtes Arbeitsentgelt. Ohne diese Gegenleistung könnte die Vereinbarung sittenwidrig sein. Des Weiteren darf die Mankohaftung auch nur zum Verlust des zusätzlich gezahlten Mankogeldes führen. Darüberhinausgehende Schadensersatzpflichten bestehen nicht. In der Regel kann der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer ein pauschales Mankogeld bis zu 16 € im Monat steuer- und sozialversicherungsfrei zahlen.

Wenn die Mankoabrede gegen die Grundsätze verstößt, ist sie unzulässig und damit unwirksam. Wenn ein zu niedriges Mankogeld bereits ausgezahlt worden ist, kann der Arbeitnehmer sich freuen: er braucht dieses dem Arbeitgeber in der Regel nicht zurückzuzahlen. Ein Bereicherungsanspruch wäre wegen § 814 BGB und § 817 BGB ausgeschlossen.

Zusammenfassung der Rechtssituation


  •       Die Voraussetzung für die Arbeitnehmerhaftung ist eine Pflichtverletzung im     Arbeitsverhältnis, die zu einem Schaden führt, den der Arbeitnehmer zu vertreten hat.
  •       Der Umfang der Haftung richtet sich nach dem Verschuldensmaßstab, also der   Vorwerfbarkeit der Handlung, die zum Schadenseintritt geführt hat.
  •       Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer in der Regel gar nicht.
  •       Bei mittlerer Fahrlässigkeit wird der Umfang der Haftung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt. Dies ist die sogenannte Quotelung.
  •       Die Höhe der Quotelung hängt von mehreren Faktoren ab.
  •       Bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz haftet der Arbeitnehmer in der Regel für den vollen Schaden. Ausnahme bei grober Fahrlässigkeit: die Schadenshöhe steht in einem extremen Missverhältnis zum Arbeitsentgelt des Arbeitnehmers.
  •       Der Haftungsumfang kann vertraglich begrenzt werden, z. B. durch Vereinbarungen in   einem Tarifvertrag oder dem Arbeitsvertrag.
  •       Die Beweislast für das Verschulden liegt beim Arbeitgeber.


Wie kann sich der Arbeitnehmer vor einer Haftung schützen?
Hier kommen dann Sie als Makler bzw. die Versicherungen ins Spiel. Für den Arbeitnehmer sollte hier als Erstes der Deckungsumfang seiner Privathaftpflicht geklärt werden. Sie werden schnell feststellen, dass hier viele Schadensfälle nicht gedeckt sind oder gar nicht abgesichert werden können. Denn im Vergleich zur Diensthaftpflicht für Beamte und Angestellte des öffentlichen Diensts oder auch zur Verpflichtung zum Abschluss einer Berufs- bzw. Vermögensschadenhaftpflicht für bestimmte Berufsgruppen (z. B. Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater) gibt es für den „normalen“ Arbeitnehmer keine Versicherungslösung.

In den guten Privathaftpflichttarifen sind, wenn auch nur zu geringen Summen, Haftpflichtansprüche des Arbeitgebers gegen die versicherten Personen mit abgedeckt; bei manchen auch Ansprüche der Arbeitskollegen. Welche Tarife dies sind, können Sie unseren Produktseiten zur Privathaftpflicht entnehmen.

Sinnvoll ist es natürlich auch, den Versicherungsschutz des Arbeitgebers genau zu prüfen. Besteht für ihn eine Betriebshaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckung? Sind die Maschinen im Rahmen einer Maschinenversicherung abgesichert?

Wie bereits erwähnt, kann der Arbeitnehmer im äußersten Notfall auch die Arbeit verweigern, wenn er das Schadenrisiko für zu hoch erachtet und es keine ausreichende Absicherung vom Arbeitgeber gibt. So kann man z. B. eine Fahrt mit einem hochwertigen Fahrzeug verweigern, wenn das Fahrzeug nicht vollkaskoversichert ist. 

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Stefan Plenk
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Registrierungs-Nr. D-ABND-79ZTE-98 (für § 34d GewO)
Registrierungs-Nr. D-F-155-C1N6-88 (für § 34f GewO)
Registrierungs-Nr. D-W-155-2D2U-33 (für § 34i GewO)
Beschwerdeverfahren via Online Streitbeilegung für Verbraucher (OS): ec.europa.eu/consumers/odr. Eine Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle ist mangels Verpflichtung leider nicht möglich.

Berufsbezeichnung

Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 Gewerbeordnung, Bundesrepublik Deutschland
Finanzanlagenvermittler nach § 34f Abs. 1 Gewerbeordnung, Bundesrepublik Deutschland
Immobiliardarlehensvermittler nach § 34i Abs. 1 Satz 1 Gewerbeordnung, Bundesrepublik Deutschland

Zuständige Berufskammer

Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, Balanstraße 55 - 59, 81541 München, www.muenchen.ihk.de

Berufsrechtliche Regelungen

- § 34c Gewerbeordnung (GewO)
- § 34d Gewerbeordnung (GewO)
- § 34f Gewerbeordnung (GewO)
- § 34i Gewerbeordnung (GewO)
- §§ 59 - 68 Gesetz über den Versicherungsvertrag (VVG)
- Verordnung über die Versicherungsvermittlung und - beratung (VersVermV)
- Verordnung über die Finanzanlagenvermittlung (FinVermV)
- Verordnung über die Immobiliardarlehensvermittlung (ImmVermV)
Die berufsrechtlichen Regelungen können über die vom Bundesministerium der Justiz und von der juris GmbH betriebenen Homepage www.gesetze-im-internet.de eingesehen und abgerufen werden.

Dienstag, 24. Oktober 2017

Basisrente 2017 - was Ihnen Ihr Steuerberater u. U. nicht sagt

Bereits seit dem Jahr 2005 gibt es eine staatliche Förderung für ihre Altersversorgung.

Die staatlich geförderte Basisrente 2017 (auch Rürup-Rente genannt)

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 Bei Ehepaaren sind jährlich Aufwendungen in Höhe von 46.724,-€ abzgl. des Beitrages an die gesetzliche Rentenversicherung möglich. Bei Alleinstehenden sind es 23.362,-€. Wenn sie sich nicht sicher sind fragen Sie einfach Ihren Steuerberater. Eine weitere Möglichkeit finden Sie unter      www.nachrechnen.de. Das oben gezeigte Video zeigt Ihnen sogar wie Sie die Basisrente so nutzen können, dass Sie unter dem Strich 0,-€ Aufwand haben.
Der Staat hat diese Basisrente nicht ohne Grund geschaffen. Es ist so dass im Rentenalter in Zukunft bis zu 100% der Renten steuerpflichtig sind. Dadurch klafft u.U. eine Lücke von 25%. Mit anderen Worten wenn Sie heute Ihre Steuer Rückerstattung verkonsumieren fehlt Ihnen im Alter dieser Betrag. Sie schaffen sich also keine Zusatzrente, sondern sie schließen die Steuerlücke im Rentenalter.
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